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Klimawandel in Sachsen und der Welt

Luftaufnahme des Schloss Pillnitz zu einem Hochwasser.
Schloss Pillnitz bei der Jahrhundertflut 2002  © dpa-zentralarchiv

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit und für zukünftige Generationen.

Dies gilt sowohl global als auch lokal in Sachsen. Bereits jetzt erleben Sachsen und die Welt die Folgen des sich verstärkenden Klimawandels. Dazu haben wir Ihnen eine Übersicht zusammengetragen mit allen wichtigsten Folgen des Klimawandels in Sachsen und weltweit.

Auswirkungen für Sachsen

Das ausgetrocknete Flussbett der Elbe mit der Dresdener Altstadt im Hintergrund.

Durch die Gefahren des Klimawandels sieht sich auch Sachsen in der Verantwortung seinen Beitrag zur Bekämpfung und Reduzierung klimawandelbedingter Konsequenzen zu leisten. Beispielsweise hat die sächsische Regierung Maßnahmen zur Anpassungen an diese Veränderungen ergriffen, wie etwa die Förderung von klimaresilienter Infrastruktur und Landwirtschaft sowie die Unterstützung von Forschung und Bildung zum Thema Klimawandel.

Starkregen, Sturmböen, Hitze und Trockenheit sind nicht nur Wetterphänomene, sondern auch Symptome einer größeren globalen Herausforderung - des Klimawandels. Diese extremen Wetterereignisse nehmen stetig zu und verursachen erhebliche Schäden in städtischen und ländlichen Gebieten. Sie stellen eine ernsthafte Bedrohung für unsere Umwelt, unsere Wirtschaft und letztlich unsere Lebensweise dar.

In Sachsen sind die Auswirkungen dieser Phänomene besonders spürbar. Einzelne Gebiete in Sachsen laufen Gefahr, dauerhaft auszutrocknen. Dies hat weitreichende Auswirkungen auf die Landwirtschaft, die Wasserversorgung und die Biodiversität in diesen Gebieten. Es bedroht die Lebensgrundlage der Menschen und kann zu sozialen und wirtschaftlichen Problemen führen.

Andere Gebiete in Sachsen werden von starken Überschwemmungen heimgesucht. Diese Überschwemmungen verursachen nicht nur materielle Schäden, sondern auch immaterielle Schäden. Sie können Menschen aus ihren Häusern vertreiben, Infrastrukturen zerstören und das soziale Gefüge von Gemeinschaften zerstören.

Angesichts dieser Herausforderungen ist es wichtiger denn je, dass wir uns auf die Bewältigung des Klimawandels konzentrieren.

Die Sommerperioden ab 2016 gelten zu den heißesten Sommern seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Diese extremen Temperaturen haben weitreichende Auswirkungen auf unsere Umwelt und unser tägliches Leben. Regelmäßig und über längere Zeiträume führt extreme Hitze zu einem tiefgreifenden Austrocknen der Böden sowie zum Versiegen von Flüssen, Bächen oder Gewässerquellen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Biodiversität, sondern auch auf die Wasserversorgung der Bevölkerung.

Trockenperioden und veränderte Fließwässerdynamiken erfordern somit neue Ansätze im Wassermanagement. Es ist wichtig, dass wir innovative und nachhaltige Lösungen entwickeln, um sicherzustellen, dass alle Bürger Zugang zu so viel Trinkwasser bekommen, wie sie benötigen. Dies könnte die Entwicklung neuer Technologien zur Wasseraufbereitung und -speicherung, die Verbesserung der Infrastruktur zur Wasserverteilung und die Förderung von Wassersparmaßnahmen beinhalten.

Darüber hinaus müssen wir uns auch auf die Anpassung an diese neuen Bedingungen konzentrieren. Dies könnte die Entwicklung von Strategien zur Bewältigung von Dürreperioden, die Verbesserung der Bodenbewirtschaftung und die Förderung von Pflanzenarten, die besser an trockene Bedingungen angepasst sind, beinhalten.

Sachsen ist dabei keine Ausnahme. Es ist an der Zeit, dass wir alle unseren Teil dazu beitragen. Denn nur gemeinsam können wir diese Herausforderung meistern.

Die durch den Klimawandel verursachte Verschiebung der Klimazonen ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Sie führt zu einem Verlust an Pflanzen- und Tierarten, der das Gleichgewicht unserer Ökosysteme stört und unsere Biodiversität bedroht. Die heimische sächsische Flora und Fauna kann sich den rasanten Veränderungen des Klimas nicht anpassen, was zu einer Verschiebung der Lebensräume und einer Veränderung der Artenzusammensetzung führt.

Durch fehlende Nahrungsquellen oder zu feindliche Lebensbedingungen erleben wir schon heute ein massives Artensterben bei Pflanzen und Tieren. Dies hat weitreichende Auswirkungen auf unsere Ökosysteme, da jede Art eine wichtige Rolle in ihrem Ökosystem spielt. Der Verlust einer einzigen Art kann das Gleichgewicht eines gesamten Ökosystems stören und einen Dominoeffekt auslösen, der weitere Arten bedroht.

Darüber hinaus hat der Verlust der Biodiversität auch direkte Auswirkungen auf den Menschen. Viele der Pflanzen und Tiere, die durch den Klimawandel bedroht sind, spielen eine wichtige Rolle in unserer Nahrungskette, in unserer Wirtschaft und in unserer Kultur. Der Verlust dieser Arten könnte also erhebliche soziale und wirtschaftliche Auswirkungen haben.

Veränderte Niederschlagsmuster und extreme Wetterbedingungen haben tiefgreifende Auswirkungen auf die Landwirtschaft, insbesondere auf die Ernteerträge. In Sachsen, einem Bundesland mit einer starken landwirtschaftlichen Tradition, sind diese Auswirkungen besonders spürbar.

Extreme Dürreperioden, unvorhergesehener Frost, stark unterspülende Regenmassen oder durch Nahrungsmittelknappheit bedingte Insektenplagen – all diese Faktoren stellen Landwirte und Landwirtinnen vor immer größere Herausforderungen. Sie müssen sich anpassen und innovative Lösungen finden, um ihre Ernten zu schützen und ihre Betriebe am Laufen zu halten.

Da sich Pflanzen nicht im selben Tempo an die Witterungsbedingungen anpassen können wie der Klimawandel stattfindet, wird seit längerem über den Einsatz genmanipulierter Nutzpflanzen diskutiert. Diese könnten potenziell resistenter gegen extreme Wetterbedingungen sein und so dazu beitragen, die Ernteerträge zu stabilisieren.

In Sachsen gibt es jedoch auch Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von genmanipulierten Pflanzen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit. Daher ist es wichtig, dass jede Entscheidung in diesem Bereich auf soliden wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht und unter Berücksichtigung der potenziellen Risiken und Vorteile getroffen wird, um so eine nachhaltige Landwirtschaft zu ermöglichen.

Konsequenzen weltweit

Zeichnung der Erde mit Wassermalfarben.

Auf globaler Ebene sind die Auswirkungen des Klimawandels noch deutlicher zu spüren. Die komplexe und vielfältige Verknüpfung von Ursachen, Prozessen sowie Folgen machen es schwierig, geeignete Methoden zu entwickeln, um die Konsequenzen des Klimawandels bestmöglich einzudämmen. So bedrohen aktuell folgende Auswirkungen des Klimawandels unseren Planeten:

Eine Veränderung des globalen Klimas hat auch eine Änderung der Ernährung zur Folge. Pflanzen und Tiere, die sich schlecht anpassen können, fallen somit als Nahrungsgrundlage weg. Das reduziert nicht nur die Biodiversität, sondern führt gleichzeitig zum vermehrten Anbau von Monokulturen, der zusätzlich klimaschädlich ist. Diese Monokulturen, oft genetisch veränderte Organismen, sind anfälliger für Krankheiten und Schädlinge, was den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden erhöht. Dies führt zu einer weiteren Belastung der Umwelt und verschärft das Problem der Bodenerosion.

Darüber hinaus führt die Abhängigkeit von wenigen Nahrungsmitteln zu einer geringeren Ernährungsvielfalt, was gesundheitliche Auswirkungen auf die Bevölkerung haben kann.

Durch die Anreicherung der Meereswasser mit Kohlenstoffdioxid versauern die Meere und Ozeane zunehmend. Die damit einhergehende Beeinträchtigung der Ökosysteme führt schon heute zu einem massiven Korallensterben. Durch den Wegfall der „Lunge der Ozeane“ verstärkt sich die Versauerung immer mehr und Lebensraum für Fische sowie Meeresfrüchte verschwindet. Dies hat weitreichende Auswirkungen auf die marinen Nahrungsketten und bedroht die Existenz vieler Arten, die von diesen Ökosystemen abhängig sind.

Darüber hinaus hat die Versauerung der Ozeane auch direkte Auswirkungen auf die menschliche Gesellschaft. Viele Küstengemeinschaften sind stark von Fischerei und Tourismus abhängig, die durch den Verlust von Korallenriffen und anderen marinen Lebensräumen bedroht sind. Es ist daher dringend notwendig, Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu ergreifen und Strategien zur Anpassung an diese veränderten Bedingungen zu entwickeln.

Küstenregionen und Inselstaaten sind durch Überflutungen und Erosion besonders bedroht. Ein höherer Meeresspiegel bedeutet, dass mehr Sandmassen von Küstenregionen abgetragen werden und damit Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanze verloren geht. Es ist also im eigenen Interesse der Menschheit den Klimawandel bestmöglich aufzuhalten, um nicht den eigenen Lebensraum zu verlieren. Darüber hinaus führt der steigende Meeresspiegel zu einer Zunahme von Sturmfluten und Überschwemmungen, die Infrastrukturen zerstören und menschliche Siedlungen bedrohen.

Die Kosten für den Schutz und die Wiederherstellung dieser Gebiete können enorm sein und stellen eine zusätzliche Belastung für die Wirtschaft dar. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass wir uns auf nachhaltige Praktiken konzentrieren und unsere CO2-Emissionen reduzieren, um diese Auswirkungen zu minimieren.

Der Juli 2021 gilt als der heißeste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Durch die stetig steigende Zunahme der durchschnittlichen Temperatur auf der Welt werden zahlreiche weitere negative Prozesse angestoßen. So kommt es etwa zu einer Zunahme an Hitzewellen und einer drastischen Veränderung an Niederschlagsmustern. Teilweise bleiben Niederschläge ganz aus oder ergeben sich in Mengen, die für die jeweilige Region nicht stemmbar sind. Des Weiteren nimmt mit einer höheren Durchschnittstemperatur auch das Risiko für körperliche Beschwerden beim Menschen zu. Diese können von leichten Beschwerden wie Erschöpfung und Dehydration bis hin zu schweren gesundheitlichen Problemen wie Hitzschlag reichen. Darüber hinaus kann die erhöhte Hitze zu Waldbränden führen, die sowohl die Luftqualität beeinträchtigen als auch Lebensräume zerstören.

Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass wir uns auf die Anpassung an diese neuen Bedingungen konzentrieren und gleichzeitig Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels ergreifen.

 
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